Der Internationale Freundeskreis Wolfsburg ist mit seinem diesjährigen Neujahrsempfang in der Autostadt in das neue Jahr gestartet. In besonderer Atmosphäre stand der Abend ganz im Zeichen von Dialog, Integration und internationaler Verantwortung.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft folgten unserer Einladung.
Höhepunkt des Abends war der Vortrag unseres Ehrengastes und Referenten Felix Lee, der mit seiner persönlichen familiären Zeitreise und seiner brillanten Analyse unser Publikum begeisterte und nachdenklich stimmte.
Mit Auszügen aus seinem Buch „China, mein Vater und ich – Über den Aufstieg einer Supermacht und was Familie Lee aus Wolfsburg damit zu tun hat“ spannte er einen eindrucksvollen Bogen zwischen persönlicher Familiengeschichte, deutscher Migrationsrealität und einer fundierten Analyse der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Chinas.
Am Beispiel der Biografie seines Vaters Wenpo Lee – Ingenieur bei Volkswagen und Mitgestalter des China-Geschäfts und auch seiner eigenen Erfahrungen – wurde Integration als Prozess über Generationen hinweg greifbar gemacht.
Integration bedeutet nicht Anpassung in eine Richtung, sondern das Entstehen eines neuen Wir – getragen von Respekt, Offenheit und gegenseitiger Verantwortung. Gerade in einer Stadt wie Wolfsburg, die mit über 150 Nationen und 15 Partner- und Freundschaftsstädten international geprägt ist, bleibt dieses Engagement eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe.
Der Abend machte deutlich, wie wichtig es gerade in politisch und global herausfordernden Zeiten ist, Brücken zu bauen, den Dialog zu fördern und Vielfalt als Stärke zu verstehen.
Unser herzlicher Dank gilt der Autostadt und insbesondere Edith Gerhardt für die großzügige Gastfreundschaft.
Vielen Dank an alle Gäste, Mitwirkenden und Unterstützer für diesen inspirierenden Jahresauftakt – und an Armin Maus für seine gewohnt souveräne Moderation des Abends.